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	<title>Nachruf &#8211; Nordwestdeutscher Verband für Altertumsforschung</title>
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	<description>Interessensverband der archäologischen Forschung für den Nordwesten Deutschlands</description>
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		<title>Uwe Lobbedey 1937–2021. Grenzgänger zwischen Archäologie und Bauforschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Hesse]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 13:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Bauforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalterarchäologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Nachruf von Michael M. Rind und Vera Brieske. Am 5. Januar 2021 starb Prof. Dr. Uwe Lobbedey im Alter&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>Ein Nachruf von Michael M. Rind und Vera Brieske.</p>



<p>Am 5. Januar 2021 starb Prof. Dr. Uwe Lobbedey im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit ihm verliert die Fachwelt einen herausragenden Experten, dessen Forschungen zu romanischen Sakralbauten in Westfalen und Niedersachsen grundlegend sind.</p>



<p>Der am 28. Juni 1937 in Berlin geborene Kunsthistoriker und Mittelalter-Archäologe studierte zwischen 1956 und 1963 in Hamburg und Freiburg Kunstgeschichte, Geschichte, Klassische Archäologie, Lateinische Philologie und Ur- und Frühgeschichte. Dieses breite wissenschaftliche Spektrum und seine Grabungserfahrungen in Baden-Württemberg unter der Leitung des Bau- und Kunsthistorikers Günter Fehring, einem Pionier der Mittelalterarchäologie, legte die Basis für sein späteres Berufsleben als gefragter Experte archäologischer Bauforschung. 1963 erfolgte die Promotion in Kunstgeschichte in Hamburg mit der Arbeit „Untersuchungen zur mittelalterlichen Keramik in Südwestdeutschland“, ein Thema, das man heute eher im Fachbereich Archäologie ansiedeln würde. Nach einem Volontariat beim Landeskonservator Rheinland in Bonn war er von 1965 bis 1980 beim Westfälischen Amt für Denkmalpflege angestellt, wo er das Referat für archäologische Bauforschung aufbaute. 1981 wurde er Hauptkonservator am Westfälischen Amt für Bodendenkmalpflege und war dort bis zu seiner Pensionierung 2002 tätig. Darüber hinaus war er von 1981 bis 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 7 &#8222;Mittelalterforschung&#8220; an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bereits von 1975 bis 1977 und ab 1993 nahm er Lehraufträge am dortigen Institut für Kunstgeschichte wahr und betreute bis zuletzt Dissertationsvorhaben. 1997 wurde er für seine wissenschaftlichen Verdienste im Bereich der mittelalterlichen Architektur und der archäologischen Bauforschung sowie für seine Lehrtätigkeit zum Honorarprofessor ernannt.</p>



<p>Zu seinen wichtigsten Grabungen zählen die Untersuchungen an bzw. in den Sakralbauten von Corvey, Enger, Herford, Meschede, Freckenhorst, Paderborn und Nottuln sowie in der Bergbauwüstung Altenberg im Siegerland. Er hinterlässt eine beeindruckende Zahl an Publikationen, besonders genannt seien die Veröffentlichung zu den Ausgrabungen im Dom zu Paderborn (erschienen 1986), die Dokumentation zum Baubestand und zur Baugeschichte des Doms zu Münster (erschienen 1993) und die Auswertung der Ausgrabungen im Dom zu Osnabrück (erschienen 2016). Seine umfassende Publikation „Romanik in Westfalen“ (erschienen 1999) ist ein wichtiges Standardwerk geworden. Unvollendet bleiben nun seine bis zuletzt intensiv verfolgten Studien zum Damenstift Herford und zur Baugeschichte des Westwerks der Corveyer Abteikirche, die ihm besonders am Herzen lag.</p>



<p>Für sein wissenschaftliches Lebenswerk wurde ihm 2002 der Gallitzin-Preis verliehen. Er war seit 1973 Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen und seit 1976 der Altertumskommission für Westfalen. Uwe Lobbedey war ein unermüdlicher Forscher, der Standards in der archäologischen Bauforschung setzte und wesentlich an der Entwicklung und Etablierung der Mittelalterarchäologie als wissenschaftliche Disziplin in Deutschland beteiligt war. Studierende, Kolleginnen und Kollegen profitieren bis heute von seinen bahnbrechenden Forschungen. Vielen sind seine fachkundigen und informationsreichen Vorträge und Führungen in Corvey und andernorts lebhaft in Erinnerung. Er wird unvergessen bleiben.</p>
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		<title>M.D. Schön 1954-2020</title>
		<link>https://www.nwva.de/m-d-schoen-1954-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Hesse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 14:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Sonntag, den 25.10.2020 ist Matthias D. Schön plötzlich und unerwartet in Bad Bederkesa verstorben. Mit seinem Tod enden über&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>Am Sonntag, den 25.10.2020 ist Matthias D. Schön plötzlich und unerwartet in Bad Bederkesa verstorben. Mit seinem Tod enden über mehr als vier Jahrzehnte betriebene Forschungen an Gräberfeldern der Römischen Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit des Nordwestdeutschen Raums, durch welche Matthias Schön den Mitgliedern des Sachsensymposiums gut bekannt geworden ist, viel zu früh und abrupt. Dieses Thema hatte Matthias Schön schon während seines Studiums der Ur- und Frühgeschichte, der Vorderasiatischen Archäologie und Botanik an den Universitäten Göttingen und München in den Bann gezogen. Entsprechend kann man es als glückliche Fügung ansehen, dass Matthias Schön am 01.04.1985 die Leitung der Archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Cuxhaven und des Museums in der Burg Bederkesa übernehmen konnte. Denn damit erhielt er nicht nur die Möglichkeit, zahlreiche Ausgra­bungen an Fundstellen unterschiedlicher Zeitstellung durchzuführen, sondern auch seine Überlegungen zu den gesellschaftlichen Verhältnissen der zwischen Weser und Elbe leben­den Bevölkerung und ihre Verbindungen zum Römischen Reich kontinuierlich auszuarbeiten. Es verwundert daher nicht, dass er trotz der Fülle seiner Aufgaben, immer wieder Untersuchungen an Fundstellen aus den ersten fünf Jahrhunderten nach Chr. in Angriff nahm. Die Siedlung Wittstedt, die berühmten Wallanlagen von Sievern „Heidenstadt“ und „Heidenschanze“ und das Gräberfeld von Otterndorf-Westerwörden seien hier nur stellvertretend genannt.</p>



<p>Entsprechend muss es für Matthias Schön überwältigend gewesen sein, als ihm Ende der 1980er Jahre nach der Meldung von Oberflächenfunden am Rand der Wurt Fallward klar wurde, ein Gräberfeld der späten Römischen Kaiser- und Völkerwanderungszeit lokalisiert zu haben, das aufgrund der hervorragenden Erhaltungsbedingungen im Marschboden, völlig neue Informationen über die Bestattungsrituale der auf der benachbarten Wurt ansässigen Bevölkerung preisgeben würde. Die daraufhin von Matthias Schön und seinem Team zwischen 1993 und 1998 durchgeführten Ausgrabungen an den heute international bekannten Körper- und Bootsgräbern waren jedoch Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite boten sie ein einzigartiges Fund- und Befundspektrum, dass völlig neue Einblicke in die Lebenswelt der Bewohner der Nordseemarschen während der Spätantike zuließ. Auf der anderen Seite war die wissenschaftliche Auswertung dieses bedeutenden Fundus eine gewaltige Aufgabe, die sich kaum neben seiner Tätigkeit in der Archäologischen Denkmalpflege und im Museum bewältigen ließ.</p>



<p>Dennoch hielt Matthias Schön an dieser Aufgabe unbeirrt fest. Nach seiner Pensionierung am 30.11.2017 war nun endlich die Zeit, das Gräberfeld an der Fallward vollständig auszuwerten, zu publizieren und in den besiedlungsgeschichtlichen Kontext zu stellen. Mit großer Begeisterung und viel Herzblut beteiligte sich Matthias Schön am Aufbau einer interdisziplinären Forschergruppe und der Einwerbung der für die Forschungen notwendigen Mittel. Die Projektarbeiten, die im Februar 2020 begonnen werden konnten müssen nun ohne ihn weitergeführt werden – Matthias D. Schön wird dabei schon jetzt schmerzlich vermisst. </p>



<p class="has-text-align-right">Hauke Jöns und Christina Peek, Wilhelmshaven 3.11.2020</p>
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